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nicht veröffentliche Gedichte

Unveröffentlichte Gedichte-Dieter Helmut Hildebrand

Der Maulwurf

Der Maulwurf häuft nen Maulwurfshaufen,
er gräbt sich neue Maulwurfsgänge,
denn er kann leider nur schlecht laufen
und hasst das ewige Gedränge

.Unterirdisch in dem Bau
wohnt er und seine Kinderlein
mit Mauli seiner Maulwurfsfrau,
denn seine Kinder sind noch klein.

Sind die Kleinen endlich gross,
werden sich die Gärtner freun,
denn man schickt die Kinder los,
die zu wühlen sich nicht scheun.

Ich hoff nur dass sie es nicht bereun.

Der Löwe

Der Löwe liegt am Rand der Wüste
im Schatten einer Sphinx als Büste.
wie eine Schlange tanzt sein Schwanz
im Sande einen kleinen Tanz

Wie gerne hätt er auf die Schnelle
ne kleine leckere Gazelle,
doch vom in dem Schatten liegen,
kann man höchstens Hunger kriegen.

Wer immer nur im Schatten liegt
und seinen Hintern nicht hochkriegt,
der kann nur noch traurig stöhnen
und kriegt sie nie, die schnellen schönen.

Der Söder

Bayerns Starkoch ist der Söder,
dem brennt sogar die Suppe an,
ich frag mich geht es denn noch blöder,
empathielos , geistig öder,
ja, er arbeitet daran!

Wenn selbst Seehofer sich schämt,
hab ich mich nicht umsonst gegrämt

.Dr.Merkels gesammeltes Schweigen

Mit vielen Worten wenig sagen,
das lernt man von der Politik,
doch will man jemand wortlos fragen
genügt oft schon ein einzger Blick.

Statt zu reden kann man schweigen,
so wies der kleine Affe tut,
kann auch manchmal damit zeigen:
Mir fehlts an Weisheit und an Mut.

Denn wer auf brenndheissen Fragen
ganz einfach keine Antwort gibt,
will oft nur nicht die Wahrheit sagen,
aus Angst er macht sich unbeliebt.

Wer merkelt darf sich nicht beklagen,
wenn man meint man hat nichts zu sagen.


Der Versager

Auch wenn wir noch so bitter klagen
über diesen vollen Pfosten,
der wird immer nur versagen,
wer stellte ihn auf diesen Posten!

Wer sich auf ihn verlassen hat,
war stets vom guten Geist verlassen,
hat endlich seine Spiele satt
und beginnt fast ihn zu hassen.

Selbst die treuen Hugenotten
können über ihn nur spotten.

Die Solidarität

Der bauernschlaue Ungarntropf
hat einen Zaun in seinem Kopf,
sein Volk hat ihn wohl nur gewählt,
damit er ganz Europa quält.

Das Volk hat doch vor vielen Jahren
selbst ‘Solidarität erfahren,
wer die nicht fühlt und auch nicht hat
löst das Problem mit Stacheldraht.

Ganz Europa schaut gebannt
auf Ungarn und auf Griechenland,
doch leider müssen wir erleben:
Man nimmt nur und vergisst zu geben.

Kluge und weise Politik
verhindert Elend, Leid und Krieg
und deshalb verzichten wir
auf Egoismus, Geiz und Gier.

Wildkatzen

Durch den Wald auf leisen Tatzen
streifen jetzt auch wilde Katzen,
man hört sie nicht-
man sieht sie nicht,
bekommt sie selten zu Gesicht.

Wie schrieb Bert Brecht im Liedgedichte:
ach man sieht nur die im Lichte,
die im Dunkeln sieht man nicht!
Und trotz allem wissen wir:
Es geht dem Menschen wie dem Tier.

Der Rosenkrieg

Ist man so grenzenlos verliebt,
glaubt man dass es nichts schönres gibt.
Dann wird auch noch ein Kind geboren
doch die Liebe ging verloren.

Der Alltag nagte an dem Glück,
frass jeden Tag ein kleines Stück,
denn wenn man sich nicht stets bemüht
ist bald die Liebensglut verglüht

.Man hört nicht und hat nichts zu sagen,
nur vor Gericht kann man noch klagen
,am Ende kommt es zum Vergleich,
das Paar ist arm-der Anwalt reich

.Man kämpfte um das Sorgenrecht,
am End war alles recht und schlecht,
aus ist der Traum vom grossen Glück.
unglücklich bleibt ein Kind zurück.

Im Wartezimmer

Ich sitz beim Arzt im Wartezimmer,
meine Beschwerden werden schlimmer,
woher kommen meine Schmerzen,
hab ich etwas mit dem Herzen?

Der Arzt stellt eine Diagnose,
mein Herz rutscht schon in meine Hose,
dann sagt er ich sei garnicht krank:
ich bin gesund, ach Gott sei dank.

Ende gut

Lang hab ich an dem Buch geschrieben
und mir Gedichte ausgedacht,
was hat mich nur dazu getrieben,
ja was man doch so alles macht.

Ich schrieb dann manchen Werbebrief,
fand endlich auch einen Verlag,
war froh dass alles gut verlief
und unterschrieb einen Vertrag.

Weil ich das Buch in Händen halte,
Ende gut und alles gut,
verschwinden auch die Sorgenfalten
und ich fasse neuen Mut.

Jahresende 2015

Schon wieder geht ein Jahr zuende
und wir fragen uns betroffen,
wo bleibt die ersehnte Wende,
nichts ist erledigt-alles offen.

Der eine machts wie Vogel Strauss
und steckt den Kopf tief in den Sand,
der andre sitzt Probleme aus,
ob man je so ne Lösung fand ?

Ansonsten geht es mir ja gut,
auch wenn die Welt zusammenfällt
und deshalb fass ich wieder Mut,
trotz Dummheit und der Gier nach Geld.

Werner

Ach der Werner und sein Pfeifen,
warum nur musst er von uns gehn,
nur langsam können wir begreifen,
dass wir ihn nie wiedersehn.

Aber:
Steh ich einst vor der Himmelspforte,
pfeift jemand da ein kleines Lied
und ich hör von fern die Worte:
Ich bins, Werner, komm doch mit!

Valentins Tag

Ach du armer Valentin,
du hast es doch nur gut gemeint,
man richtete dich Armen hin
und hat erst dann um dich geweint.

Wer Gutes will und Gutes tut,
den Liebespaaren Blumen schenkt,
der reizt die Bösen bis aufs Blut,
weil man an ihn mit Liebe denkt.

Heute ist sein Namenstag,
dir will ich meine Liebe schenken,
weil ich dich so von Herzen mag,
will ich ganz zärtllch an dich denken.

Aus dem Sumpf

Tief unten in dem braunen Sumpf
wohnen unheimliche Wesen,
sie riechen muffig, eklig, dumpf
bisher sinds viele nicht gewesen.

Doch etwas hat sie aufgeweckt,
es bot sich die Gelegenheit,
sie haben wieder Blut geleckt,
Angst und Hass machen sich breit.

Auch wenn Wölfe Kreide fressen,
damit wir sie für harmlos halten
und wir die Gefahr vergessen,
bleiben sie doch ganz die Alten.

Die Volkspartei

Ach unsere Arbeiterpartei
ist nicht mehr was sie einmal war,
die Armen sind ihr einerlei,
das wurde selbst dem Dümmsten klar.

Hartz, Leiharbeit und Niedriglohn
hat ihre Wähler tief getroffen,
es bleibt Verzweiflung, Spott und Hohn,
war die Regierung denn besoffen?

So schrumpft unsere Traditionspartei
und wird nach und nach ganz klein,
mir ist das garnicht einerlei,
nicht unverdient und doch gemein.

Erdogan

Nur die allerdümmsten Kälber
wählen ihre Metzger selber,
die Türken haben es getan:
sie wählten diesen Erdogan.

Wenn man dem einen Finger gibt,
nimmt er gleich die ganze Hand,
einem der nur sich selber liebt:
ich zweifle ernstlich am Verstand.

Wer mit dem Islamist paktiert,
wird nur belogen und betrogen,
fühlt sich traurig und blamiert
und über einen Tisch gezogen.


Wer aber stets zu feige ist,
zu seinem eignen Wort zu stehen,
vertraut deshalb dem Islamist,
dem ist einfach recht geschehen.

Das ist kein Trost für Frau und Kind,
die bei dem Spiel die Opfer sind.


Mein Humor

Als im Herbst die Vögel flogen
und in den warmen Süden zogen
haben sie mir was gestohlen,
das würd ich mir gern wieder holen.

Wenn Wirklichkeit Satire schlägt,
weil man die Wahrheit nicht erträgt,
um eigne Dummheit zu verbergen
macht man Riesen aus den Zwergen.

Die Vögel sind zurückgekommen,
doch was sie damals mitgenommen,
wollen sie nicht wiedergeben,
wie soll ich nur humorlos leben.


Die Akelei

Die wunderschöne Akelei
ist Hexenkunst und Zauberei,
ist zart, verletzlich, filigran,
deshalb rühr ich sie selten an.

Denn Akelein und schönen Frauen
darf man nicht allzusehr vertrauen.

Die Lesung

Der Dichter hat sich angestrengt,
geistreiches mit Humor vermengt,
dann wurden aus dem Brei Gedichte
und so manche Kurzgeschichte.

Ein Verleger ward gefunden,
das Werk zu einem Buch gebunden,
nun sucht man Menschen die es lesen,
sonst ist die Müh umsonst gewesen.

Doch da den Dichter niemand kennt,
weil weder reich noch prominent,
wird er nie eine Lesung lesen,
ach ausser Spesen nichts gewesen.

Vergissmeinicht

Ich schenk dir ein Vergissmeinicht,
das wächst in meinem Garten,
vor mir seh ich dein Gesicht,
ich lieb dich und kann warten


Wenn Frösche unken

Diese alten Frösche unken:
sieh doch mal, der ist betrunken!
Was kümmerts diese alten Frösche,
wenn ich meinen Bierdurst lösche.

An dem Haar herbeigezogen,
aus den Fingern sich gesogen,
die Wahrheit sich zurecht gebogen,
schlicht erstunken und erlogen.

Bulldogs Club

Die Jungs des Oxford Bulldogs -Clubs
zerlegten Restaurants und Pubs
und zahlten dann die blöde Fete
mit ihrer reichen Eltern Knete.

Sie fühlen sich heute als Eliten,
als die Führer aller Briten,
wolln aber Spass und Freude haben,
und handeln deshalb wie die Knaben.

Sehr spassig fanden sie den Brexit,
trieben ganz England in den Exit,
sie haben sich damit verzockt
und uns die Suppe eingebrockt.

Den grössten Lügner und Phillister
ernennt man zum Aussenminister.

Wir lesen ihnen die Leviten:
So verückt sind nur die Briten!



Himmel Gesäss

Es ist nur zu unsrem Frommen,
dass wir in den Himmel kommen,
deshalb bin ich ja so fromm,
damit ich in den Himmel komm.

Denn mit dem Himmelreich auf Erden
wird es mit dieser Frau nichts werden
weshalb ich mich total versteif,
auf des Himmels Himmelreich.

Und schon nach dem fünften Bier
sing ich diese Verse hier,
leicht lallend kann ich auch probieren,
dieses Lied zu deklamieren.

La, la , la



An die junge Schöne

Ach du süsse Schöne,
hörst du wie ich stöhne,
es wird für uns nichts werden
mit dem Himmel schon auf Erden,
das Herz noch heiss-die Füsse kalt,
ich bin für dich leider zu alt.
Doch ich will nicht wirklich klagen
sondern ganz leise „Danke“sagen.

Adieu mon Amour

in memoriam Eugen Roth
Ein Mensch

Ein Mensch schreibt einfach gern Gedichte
über so manche Zeitgenossen
und hat mit seiner Reimgeschichte
auch Hohn und Spott oft ausgegossen.
Er hat sich unbeliebt gemacht
und verfällt so Bann und Acht.
Damit ihn alle wieder lieben
und ihn auf der Strasse grüssen
hat er ein Lobgedicht geschrieben,
damit sie ihm die Füsse küssen.

Er hat so manches noch probiert,
doch hat nichts wirklich funktioniert,
jetzt schreibt er wieder wies ihm passt,
ihm ists egal geliebt gehasst.

Der Nimm

Wer immer nimmt
und niemals gibt
macht ganz bestimmt
sich unbeliebt.

Er ist vom Stamme Nimm
und darf sich nicht beklagen,
wenn alle andern sagen,
er sei wirklich schlimm.

Und die Moral von dem Gedicht:
Nimm und vergiss das Geben nicht!

Chauvinisten

Zum Teufel mit der Politik,
vergessen wir doch Not und Krieg,
was kümmert uns der Rest der Welt,
der will doch nur unser Geld.

Wir verachten die Eliten
und machen es so wie die Briten,
Gauland, Trump und Erdogan
bieten sich als Vorbild an.

Fernseher aus und Türen zu,
so lassen alle uns in Ruh,
die Zeitung ist auch abbestellt,
so bleibt sie heil, die kleine Welt.

Wir sind die wahren Patrioten,
alle andern sind Idioten,
die uns leider nur verkennen
und dumme Chauvinisten nennen.


Grössenwahn

Der Pseudosultan Erdogan
ist den Putschisten kaum entronnen,
hat an Macht dazugewonnen
und leidet jetzt an Grössenwahn.

Er darf endlich alle hassen,
die ihm irgendwie nicht passen,
wozu ihm viele Beifall zollen,
die das angeblich auch so wollen.

Wie im deutschen dritten Reich
schaltet er die Ämter gleich
und willst du nicht sein Bruder sein,
dann schlägt er dir den Schädel ein.


Die Kohlen

In den neuen Kohlegruben
arbeiten die Bankerbuben,
sie schürfen nur das schwarze Gold,
das man uns aus den Taschen holt.

Ehre, Anstand und Moral
sind da total kreuzegal,
sie gieren nur nach unsren Kohlen,
und wolln so viel wie möglich holen.

Schürfen sie mal statt Kohle Mist,
hilft ihnen dann der Lobbyist,
der sorgt dafür dass dieser Mist
ganz plötzlich Allgemeingut ist.

Schwarze Zwerge

Ich warne vor den schwarzen Zwergen,
die sind zu Streichen aufgelegt,
sie können sich geschickt verbergen,
oft hab ich mich schon aufgeregt.

Ich hör sie nur ganz leise gehen,
wenn sie ihre Streiche machen
leider kann ich sie nicht sehen,
sie stehlen und zerstören Sachen.

Ach hätten sie mich doch gefragt,
dann hätte ich vielleicht gesagt:
Nehmt nur was ihr gebrauchen könnt,
ich brauchs nicht mehr-euch seis gegönnt.

Lust

Ich habe solche Lust auf Lust
und möchte mich nochmal verlieben,
ich liebe Lust ganz ohne Frust,
nur getrieben von den Trieben.

Ich hoffe dass nach all dem Treiben
nur Glücksgefühle übrig bleiben.

Das Eichhorn

Das Eichhorn hüpft ganz ohne Hast
auf dem Baum von Ast zu Ast,
manchmal auch von Baum zu Baum,
am liebsten ohne Zwischenraum,
denn Gefahr droht nicht auf Bäumen,
sondern in den Zwischenräumen.

Vogelzug

Man sieht sie nicht
doch hört sie schon,
Kranichsruf-seltsamer Ton
und dann kommen sie in Sicht

Der Himmel ist blau,
es ist kühl und klar,
die Vogelkette wie ein Vau
zieht vorbei wie jedes Jahr

Kraniche sind vorbeigezogen
nach Süden geht ihr weiter Flug,
So ist auch dieses Jahr verflogen,
der Winter ist noch lang genug.

Wenn ich doch auch 2 Flügel hätt,
so bleibt mir nur das warme Bett.


Huhn und Hase

Mich schmerzt mein Kopf,
es juckt mein Zeh,
ach welcher hirnverbrannte Tropf
wählt denn diese AFD.

Denn Petriheil und Storchenfrau
dreschen Stroh und rechte Phrasen
und begeistern mit Radau
Sumpfhühner und Pegidahasen.

Mit braunem Fellchen und Gefieder
singen die jetzt böse Lieder,
doch manche Hühner und auch Hasen
fühlen sich bloss alleingelassen.

Weihnachtsgedicht 2016

Ich verzieh zwar mein Gesicht,
fast ists für mich schon Tradition,
schreibe deshalb das Gedicht,
und hoffe auf den Gotteslohn.

Viermal feiern wir Advent
und warten auf das Fest der Christen,
dessen Sinn nicht jeder kennt,
am wenigsten die Islamisten.

Weihnacht werd ich allein verbringen,
ich trink ein wenig Wein und Bier,
will leise alte Lieder singen:
Ach wärest du doch hier bei mir.

Weihnachten 2016

Weihnachten ist ein Freudenfest
für uns die wir in Frieden leben,
das man uns freudig feiern lässt,
ist unser einziges Bestreben.

Im Okzident ist Lichterglanz,
alles leuchtet hell und blinkt,
im Orient ist Totentanz,
der nach Tod und Sprengstoff stinkt.

Dort führt man Stellvertreterkrieg,
es geht um Einfluss und um Macht,
Söldner kämpfen um den Sieg
und nur der Skrupellose lacht.

Wirds irgendwann endlich anders werden?
Frieden überall auf Erden.


Das alte und das neue Jahr- 2017

Es hatte doch so schön begonnen,
das vergangne “ Neue Jahr“,
ne Reise hatte ich gewonnen
und endlich wusst ich wie es war.

Verblendung, Dummheit, Grausamkeit
waren der Grund für Not und Tod,
für so vieler Menschen Leid
und unsre Freiheit wird bedroht.

Am Ende gibts das Resumee,
was war schlecht und was war gut,
vieles war traurig und tat weh,
manches lässt hoffen und macht Mut.

Denn ich lieb Freude und das Lachen
und will verückte Sachen machen.


Endlich reich

Als er nicht mehr mitregierte
wurde er zum Lobbyist,
was ihn nicht einmal genierte,
obwohl das wirklich peinlich ist.

Auf geldgefülltem Ruhekissen
ist er jetzt Reicher unter Reichen,
ihn plagt nicht einmal sein Gewissen,
ist endlich unter seinesgleichen.

Dafür war jedes Mittel recht
mir aber wird davon nur schlecht.

Sternekoch

Der Sternekoch kocht an dem Herd,
die Kamera sieht dabei zu,
er kocht so gänzlich unbeschwert
und brät Filet von einer Kuh.

In die Sauce schabt er Trüffeln,
das macht sie lecker und auch teuer
und da die Trüffel etwas müffeln
nimmt er schnell den Topf vom Feuer.

Ich stehe jeden Tag am Herd
und selten sieht mir jemand zu,
auch wenn er sich dann gern beschwerd,
koch ich nur Gulasch von der Kuh.

Was ich koche schmeckt nicht schlecht,
doch diese Welt ist ungerecht!


Trampel

Nach dem ganzen Rumgehampel
hat das Land jetzt seinen Tra(u)mpel,
der statt vereinigen nur trennt,
der ist der neue Präsident.

Er hat betrogen und belogen
bis sich alle Balken bogen,
mit seiner Sexsucht noch geprahlt
und dass er keine Steuern zahlt.

Wenn wir uns auch noch so grämen
und uns für ihn ganz furchtbar schämen,
ist das Entsetzten riesengross:
Wir werden ihn so schnell nicht los!


Amour fou

Hell leuchten die flammenden Herzen,
sie brennen heiss vor Leidenschaft,
doch bald beginnen sie zu schmerzen,
erkalten und verlieren Kraft.

Die Herzen bleiben eng verbunden,
unter der Asche glimmt die Glut,
die Zeit heilt auch so manche Wunden,
doch eine Liebe braucht viel Mut.

Alltag, Pflichten und Verstand
gewinnen bald die Oberhand
und von dem ersehnten Liebesglück
bleibt die Sehnsucht nur zurück.


Totentanz

Die Menschen tanzen Totentanz,
so viele gehen über Leichen,
das Schlüsselwort heisst Ignoranz,
das Recht schützt oftmals nur die Reichen.

Und man singt das blöde Lied:
nur wir sind unsres Glückes Schmied,
auch „Hilf dir selbst, dann hilft dir Gott“
ist nur politischer Bankrott.

Man fühlt sich rechtlos und gequählt,
Eliten werden abgewählt,
man glaubt Versprechungen und Lügen
und lässt sich einmal mehr betrügen.

Die Menschen tanzen Totentanz,
es siegt Dummheit und Ignoranz!
Auch wenn wir noch so bitter klagen:
Menschlich ist auch das Versagen.


Sekt oder Selters

Verderblich ist der Alkohol,
zuviel davon tut keinem wohl,
doch der Genuss von Selterswasser
macht die Wangen immer blasser.

deshalb:
Ists Herz noch heiss,
der Hintern kälter,
dann doch lieber Sekt statt Selter!

Der Prophet

Der Prophet im eignen Land
wird stets verachtet und verkannt,
auch dem Dichter und Autoren
ergeht es wie dem armen Toren:
Hier steht der Dichter und Autor
und ist so klug als wie zuvor.
Am Werke sollt die Welt genesen,
doch leider will es keiner lesen.

Schwanenrallye

Laut tönt das Röhren der Motoren,
Qualm kommt aus den Auspuffrohren,
Fahrer riskieren Kopf und Kragen,
wenns sein muss auch den Rallyewagen.

Gross und Klein steht an den Strecken,
die Autos rasen um die Ecken,
landen manchmal auch im Graben,
doch Hilfe naht und nicht die Raben.

Schwäne fliegen unterm Himmel,
schaun auf das menschliche Gewimmel
und singen ihre ewgen Lieder:
Bald ists vorbei und kommt nie wieder.



1.Mai 2017

Schon wieder ist ein Jahr vorbei,
Frühling ists und 1. Mai,
Jahre die so schnell vergehn,
leider ohne Wiedersehn.

Weil ich bei dem Gedanken frier
dass ich dich nochmal verlier,
würd ich dich gern wiedersehn,
Hand in Hand durchs Leben gehn.

gemeinsam liebend alt zu werden,
wär das schönste Glück auf Erden.

Geschwisterliebe

Was die Worte nicht beschreiben
fühlen wir in unsren Herzen,
dass wir jetzt alleine bleiben
mit der Trauer und den Schmerzen.

Viele Jahre sind vergangen.
die wir gemeinsam oft erlebten,
erfüllt mit Freude, Leid und Bangen
die uns so fest zusammen klebten.

Immer waren wir zu dritt,
teilten in Liebe Freud und Leid,
der Tod riss sie aus unserer Mitt,
ab jetzt sind wir nur noch zu zweit.

Auch wenn wir weinend leise stöhnen,
wir müssen uns daran gewöhnen.

Gipfeltreffen

Hamburg ist eine Hafenstadt,
die alles kann und vieles hat,
drum hat sie Merkel unverfroren
zum G20 Treffpunkt auserkoren.

Die Weltmachthaber lud sie ein,
die über uns und Geld verfügen,
doch viele Menschen gross und klein,
verachten Gier, Gewalt und Lügen.

Man kann davor kapitulieren
oder dagegen protestieren,
mit starker Polizeigewalt,
erstickt man die Proteste bald.

Ach wir armen Demokraten
fühlen uns machtlos und verraten.

Gut gemeint

Die Politik macht die Gesetze,
das Parlament beschliesst sie dann,
hofft dass niemand sie verletze
und droht deshalb Strafen an.

Doch hat man Folgen nicht bedacht,
obwohl man es doch gut gemeint,
dann hat man es nicht gut gemacht,
der eine lacht-der andre weint.

Es irrt der Mensch solang er strebt,
wer das nicht kennt hat nicht gelebt.

Ergüsse

Oft müssen wir auf Regen warten
und giessen Blumen in dem Garten,
doch tagelange Regengüsse
machen uns nur nasse Füsse,
das Wetter ist halt immer schlecht,
denn wir sind gerne ungerecht.

Soll alles grünen und auch spriessen,
muss man selbst den Kaktus giessen,
auf hessisch: sonst verderderder
und dann bleibt das Dippche leer.


Das Opernhaus

Das neu erbaute Opernhaus
sieht wirklich imponierend aus,
auch wenn der Kostenvoranschlag
höchstens bei der Hälfte lag,
doch ein halbes Opernhaus
sieht wohl etwas komisch aus.

Fertig ist endlich das Gemäuer,
für die Kultur ist nichts zu teuer,
doch dient es nur der Oberschicht,
der kleine Bürger nützt es nicht.

So wird wie immer ungeniert
der Reiche noch subventioniert.

Verpasst

Grau das Gesicht und grau das Haar,
ein Bier steht vor ihm auf dem Tresen,
ganz einsam sitzt er an der Bar,
denn von der ganzen Mädchenschar
ist keine je für ihn gewesen

Er war stets schüchtern und bescheiden
und hat sich einfach nie getraut,
konnt eine ihn mal wirklich leiden
und liess sich Freundschaft nicht vermeiden,
wurd sie doch niemals Frau noch Braut.

Schwer drückt ihn jetzt des Alters Last,
er hat die rechte Zeit verpasst.

Die Weinprobe

Der Weinprobierer schlürft und schmatzt,
prüft den Wein mit seiner Zunge,
sagt dann dass der im Rachen kratzt,
denn er verabscheut alles junge.

Nur alter Wein aus altem Fass
kann seine Zunge noch erfreuen,
der Neid ist schuld an seinem Hass,
wer jung ist soll das noch bereuen.

Denn leider ist er selbst schon alt,
begehrt noch immer junge Frauen,
die lassen alte Männer kalt,
wolln ihnen auf die Finger hauen.


Der Molch

Der Molch lebt in des Waldes Teich
und fischt dort gern im Trüben,
man sieht ihn nicht, das ist ihm gleich,
er muss nur noch ein wenig üben.

So mancher Mensch gleicht einem Molch
und will gern ungesehen bleiben,
trägt im Gewande einen Dolch,
bleibt unerkannt bei seinem Treiben.

Denn wer gern im trüben fischt,
hofft das man ihn dort nicht erwischt.





dèjá vu

Ich sitze an meinem Schreibtisch und schaue aus dem Fenster auf die Strasse. Das Folklore-Festival ziehe viele Besucher an, die an meinen Augen vorüberziehen, Familien, junge Paare mit Kind und oft auch hübsche Mädchen, die vom Alter her meine Kinder oder sogar meine Enkelinnen sein könnten.
Ach ja, ich mit einer von ihnen, alles auf Anfang, das wäre es! Wäre es das wirklich ?
Wenn Opa noch einmal Vater wird.
Ein Freund hat als Kind genau das erlitten, es endete in einer Katastrope, einer Tragödie.
Ach nein.
Ich bin im letzten Drittel meines Lebens angekommen, das wird mir an jedem Tag bewusster. Eine Frau zu finden, die das letzte Stück meines Lebensweges mit mir geht, die ein Leben schon gelebt hat und immer noch hübsch und begehrenswert, liebenswert geblieben ist, ich wüsste ja eine! Aber träume weiter, Junge.


Alt werden ist nichts für Feiglinge


Ich lese gerne spannende Romane, in denen die Auseinandersetzung mit dem Altwerden eine wichtige Rolle spielt. Einer dieser Romane ist „ Der Feind im Schatten“ von Henning Mankell, ein Krimi. Der Kommissar Kurt Wallander ist 60 geworden und hat , wie er selbst
merkt, die Schwelle vom Altern zum Altsein überschritten. Seine Fragen und Antworten an das Ich gleichen oft den meinen.

So zwischen 60 und 69 sagte ich zu mir und anderen: Wir werden langsam alt. Ab 70 bin ich für alle alt. Aber es ist seltsam, ich fühle mich noch garnicht so , die körperliche Kondition lässt zwar manchmal zu wünschen übrig, aber es geht mir gut.. Carpe diem- ich freue mich über jeden Tag, am liebsten mit meiner Liebsten, leider nur selten. Ich hatte sie 20 Jahre lang aus den Augen, aber nie aus dem Sinn verloren und gerade noch rechtzeitig wiedergefunden. Das was uns immer verbunden und immer getrennt hat, besteht weiter. Ich liebe sie immer noch aber wir werden wohl nie mehr ein Paar werden.

Gudrun die Schriftstellerin, die ich einmal im Monat treffe, ist ein Fels in der Brandung des Alterns.. Sie ist 17 Jahre älter als ich und immer noch aktiv. Ihre Arbeit hat sie jung
erhalten. Sie ist mir in manchem ein Vorbild.

Noch muss ich für meinen jüngsten Sohn sorgen. Er wird wohl noch ein paar Jahre im Hotel Papa wohnen bleiben mit kostenloser liebevoller Betreuung in allen Lebenslagen.

Aber alles endet einmal mit dem Tod.

Inspiration und Stille

Es ist nicht die absolute Stille, die mich zum Schreiben inspiriert, es ist das Rauschen der Blätter in den Bäumen, der Gesang der Vögel, das Rascheln der Maus im Laub, das Grün
des Grases und seiner zarten langen Halme, die sich im Winde wiegen. Die Geräusche der Natur durchbrechen und füllen die Stille,der Lärm der Strasse ist auf einmal weit weg.
Auch meine innere Müdigkeit wird weggeblasen, das zarte Grün tut meinen schmerzenden Augen gut, die Sonne wärmt mich und der warme Wind lässt meine Gedanken fliegen.
Und plötzlich ist alles ganz einfach. Ironie und beissender Sarkasmus weichen einer sanfteren Betrachtungsweise. Und bald beginne ich, an dich zu denken und male zwei Herzen auf das Schreibpapier.

Die Angst

Die Angst vor dem Tod, dem Altern , der Stille, sind wir ein Volk von Angsthasen? Ein Indiz ist die ständig steigende Anzahl von Versicherungsagenturen. An fast jeder Ecke kann man sich gegen alle vermeintlichen Risiken des Lebens, sogar des Sterbens- wie absurd-versichern. Ich versichere ihnen dagegen: Das Leben ist immer lebensgefährlich und wir altern jeden Tag, von Geburt an und müssen eines Tages oder Nachts alle einmal sterben, wahrscheinlich mit dem Piepsen irgendwelcher medizinischer Geräte und nicht in der Stille, umringt von allen, die wir lieben, leider.

Die Orientalen bezeichnen mit dem Wort „Kismet“ das schicksalhafte, unabänderliche, warum können auch wir uns nicht damit abfinden? Es ist doch so sinnlos, besinnungslos zu leben, wir können unserem Schicksal, nur Menschen zu sein, ganz sicher nicht entrinnen.

Also, keine Angst.

Die Zurückweiser

Wir machen alle Fehler, meist nur kleine, ab und zu auch grosse. So manche, meist die
kleinen versuchen wir wieder gutzumachen,damit wir nicht versucht sind, sie zu verbergen. Denn das geht oft nicht allzulange gut., Fehler verhalten sich wie Lava in unserem Inneren, rumoren, brennen und kommen dann eruptionsartig wieder an das Tageslicht, wenn wir das überhaupt nicht gebrauchen können.Deshalb stehen wir, guten Charakters, dazu, gestehen, verstehen und unsere guten Freunde tun das gleiche, deshalb sind sie unsere Freunde und wir schätzen sie, immer.

Insbesondere in der Politik ist das wohl anders, da hat man nur Parteifreunde, die von Feinden manchmal kaum zu unterscheiden sind. Auch da werden oft Fehler gemacht, die grossen beginnen als Schneeball, der, wenn man nicht rechtzeitig reagiert, zu einer Lawine werden kann. Da die Verantwortungen eigentlich klar verteilt sind, kann man sich nicht drücken, nur dazu stehen oder zurückweisen. Sich besonders wichtig vorkommende Politiker lassen zurückweisen.Und wenn die Lawine ihn zu verschütten droht, sucht und findet er einen Sündenbock. Der ist dann schuld und wird statt seiner auf dem Altar des Bösen geopfert.
Deshalb haben sie keine Freunde sondern nur Verbündete auf Zeit und haben sie auch nicht verdient.

Nicht mea culpa

Die Seligen

Selig sind die geistig Armen, denn ihnen ist das Himmelreich (Matt. 5,3)

Ich habe als kleiner Junge einige Jahre mit meinen Eltern in einem Pfarrhaus gewohnt und wollte deshalb immer in den Himmel kommen. Auch der Bibelspruch über die geistig Armen hielt mich nicht davon ab, obwohl es damit keine Eile hatte, denn wer im Himmel ankommt, ist tot. Inzwischen, älter geworden, bin ich mir nicht mehr so sicher, ob ich überhaupt noch dahin will.
Wer ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein. Aber Dummheit ist keine Sünde, gottseidank, da hätte auch ich eine Chance. Doch wen treffe ich dort, wen muss ich ertragen, wo ich doch schon hier so manche Mitmenschen, Politiker und Juristen, oft in dreifacher Personalunion kaum ertragen kann, von Päbsten und Priestern ganz zu schweigen, die die Himmelseintrittskarte angeblich schon in der Tasche haben, egal wie sie sündigen.

Vielleicht gibt es eine Wartestation zwischen Himmel und Hölle für Menschen wie mich, dort warte ich dann, bis sich die Menschen einmal ändern, also für immer.


Der Frosch, der Prinz und die Prinzessinen

In den alten Zeiten, wo das Wünschen noch geholfen hat, lebte eine Prinzessin in einem Traumschloss. Weil sie seit langem am Drosselbartsyndrom litt und ihr deshalb kein Mann gut genug war, zu klein, zu dick, zu alt, war sie allein geblieben. So war sie nahe der 50 und da sie einsah, daß ihr die Zeit davonlief, meldete sie sich bei einer Partnervermittlung im Intenet an. Sie erstellte ein Profil, indem sie aus den vorgegebenen Stichworten für sich aussuchte, was sie für passend hielt und welche Eigenschaften der Prinz ihrer Wahl denn haben sollte, gross, jünger, schön, reich. Sie las auch in den Profilen anderer Frauen, alle hatten die gleichen Wünsche wie sie und waren wohl auch Prinzessinnen. Sie musste sich also beeilen, benutzte ein Suchprogramm und siehe da, sie fand ihren Wunschmann. Schon nach einigen Mails vereinbarten sie ein Treffen: Kennzeichen rote Blume. Sie betrat das Café, sah sich um, kein Prinz weit und breit, nur ein Frosch saß an einem der Tische mit einer roten Blume im Mund. Sie schrie den Frosch an, er sei ein übler Täuscher, nahm all ihre Kräfte zusammen, hob ihn hoch und warf ihn in ihrer Wut an die Wand. Donner und Blitz, nachdem sich der Rauch verzogen hatte, stand ein elegant gekleideter großer Mann vor ihr, sagte, er sei ein Prinz und sie hätte ihn endlich erlöst. Nur das Froschgesicht war leider geblieben. " Ich nehme dich trotzdem" sagte die Prinzessin, endlich in der Realität angekommen und so lebten sie glücklich zusammen bis ans Ende ihrer Tage.
Und was lehrt uns das alles? Es gibt nur Prinzessinnen, viele Frösche, die schon immer Frösche waren, an die Wand werfen hilft da garnichts und ohne Kompromisse bleibt Mann , Frau leider allein, ja ja.

Der Weg ist das Ziel- on the road

Wir sind immer auf dem Weg, unser ganzes Leben lang, beginnen als Baby und enden als Leiche, todsicher.
Wir reisen überhaupt gerne, schnell, wenn uns das Ziel wichtig ist und langsam, wenn der Weg das Ziel ist, letzteres eher in der Jugend und dann erst wieder im Alter, leider.
Ab 1835 wurde das Reisen immer schneller, Bahn, Auto, Flugzeug. Aber wenn wir uns Zeit nehmen, dann entdecken auch wir wieder den Reiz der Langsamkeit, seltener zu Fuss oder Pferd, oft mit dem Fahrrad machen wir uns auf den Weg, den Fahrradweg
Wenn ich in meinem Garten sitze, schreibe oder zeichne, dann sehe ich durch die Blätter der Birken auf eine kleine Strasse, den Radweg. Einzeln oder in Gruppen radeln sie an mir vorbei. An Ausrüstung und Rädern erkennt man, es ist nicht die Not, die sie zwingt, so zu reisen. Viele haben ganz offensichtlich Jugend und Mittelalter schon hinter sich. Irgendwann jenseits der 60 haben wir Zeit, manchmal ganz plötzlich, auch ungewollt. Dann ist es durchaus klug, sich auf den Weg zu machen, zu sich selbst, die oft gestellte Frage nach dem Sinn des Lebens für sich zu beantworten.
Viele Wege führen dahin, welcher der richtige für mich ist, darf ich mir auswählen, zu Fuss, auf dem Rad, fantastisch, mit Stift und Pinsel. Und wenn ich Glück habe, dann finde ich jemanden, der mich begleitet, ein Stück, den Rest des Weges, bis ins Ziel.



Verloren-gefunden

Ich habe ihn verloren. In jeder Ecke habe ich nach ihm gesucht, alle Taschen umgestülpt,Schränke und Schubladen durchwühlt, und? Nichts! Und dabei hätte ich ihn so nötig, gerade jetzt, in dieser Zeit,eigentlich immer. Wo soll ich denn nur noch suchen. Ich versuche zu schreiben, das Resultat-beissende Ironie, Sarkasmus, Wut. Das ist wirklich nicht lustig.
Seit ich ihn verloren habe nehme ich alles so ernst, Angela, den Euro,die Banken, Islamisten, die Teaparty.alle Durchgeknallten dieser Welt, ich fürchte depressiv zu werden.
Deshalb gebe ich nicht auf, suche weiter und wenn ich ihn gefunden habe, dann halte ich ihn ganz fest und vielleicht finde ich ja, so ganz nebenbei, auch anderes wieder, das ich vermisse aber nicht so intensiv suche. Wenn ich ihn wieder gefunden habe, meinen Humor, dann finde ich hoffentlich auch die neue Liebe.

Danke Josef

Ab und zu reisst halt einmal etwas auf oder ab, ein Riss in einem Kleidungsstück, ein Knopf am Hemd. Grössere Schäden beseitigt eine kundige Schneiderin, kleine Reparaturen erledige ich eigenhändig. Ich fädele den Faden in das Nadelöhr und denke an Josef.
Josef war Herrenschneider. Er stammte, wie auch meine Familie, aus Schlesien. Der Krieg war zu Ende und sein Schneidertisch stand nun im Westen statt im Osten., auf dem er Anzüge und Hosen zuschnitt und auf den er sich zum Nähen im Schneidersitz setzte. Neben ihm sass ich, klein und lerneifrig, sein Lehrling und er lehrte mich nähen, wie man einen Knopf annäht, ein Loch zunäht und einen Riss in der Hose flickt. Das ist schon mehr als 60 Jahre her, Josef ist längst im Schneiderhimmel, aber was er mich lehrte, das nützt mir bis heute.
Danke Josef
Glück auf

Schaffenskrise-Milch und Zucker

Hilfe, mir fällt nichts ein. Ich starre auf das Blatt Papier, die Leere starrt zurück-mir fällt nichts ein. Ich male kleine Männchen, in der Hoffnung, dass sie mir zuflüstern, über was ich denn schreiben könnte, aber.. Schweigen. Auch liebevolles Zureden: "Sag doch mal was" hilft nichts. Die Leere auf dem Papier korrespondiert mit der Leere in meinem Kopf. Einer der kleinen Kerle, inzwischen sind es schon 4, fordert mich zum Kaffeekochen auf., ich male ihnen schon mal Tassen. Ach Kaffee: Die Türken belagern Wien, auf der Höhe steht die Entsatzarmee, angeführt vom polnischen König Jan. Angriff, Schlachtenlärm, Sieg der Armeen, wilde Flucht der Türken unter Zurücklassung des Lagers mit Harem und Kaffee. So bekamen die Wiener türkische Frauen, türkischen Kaffee , die berühmten Kaffeehäuser und Frauenhäuser, der Pascha erhielt die seidene Schnur, um sich umzubringen.
Türken, Araber, Sarazenen, Sarrazin. Das ist doch der, der immer vor dem Verlust unserer Leitkultur, was immer das sein mag und vor Überfremdung durch Kopftuchmädchen warnt. (Hatten die Haremsdamen wohl Kopftücher ? ) Sarrazin, ein arabischer Maulwurf, vielleicht ein heimlicher Muslim, der klotzig Geld verdient und unsere Traditionspartei in Verlegenheit bringt.
Oh oh, die Kleinen klappern mit ihren Tassen, ja, ich gehe ja schon, Kaffee kochen. Mit Milch und Zucker ?


Liebe in den Zeiten des Internets

Beim Aufräumen meines Dachbodens fand ich in der hintersten Ecke einen Karton. Ich öffnete ihn und betrachtete den Inhalt, wenige Fotos und viele Briefe. Vor mehr als fünfundvierzig Jahren wurden die Fotos aufgenommen, die Briefe geschrieben. Es war die Zeit des Aufbruchs in mein eigenes selbstbestimmtes Leben, es waren Liebesbriefe, ja, es gab auch damals schon sehr hübsche Mädchen, warum war nicht mehr daraus geworden. Einige las ich noch einmal, fast mein ganzes Leben ist seitdem gelebt worden, es wurde geboren und gestorben, ach damals kamen mir fünfundzwanzigjährige schon so alt vor. Ja, was man schwarz auf weiss besitzt....
Heute schreibe ich nur noch meine kleinen Geschichten, Artikel und Gedichte mit der Hand, bevor ich sie meinem Blog anvertraue. Meine E-Mails an Brieffreundinnen schreibe ich gleich auf dem Laptop und versende sie mit einem Knopfdruck. Vieles ist noch flüchtiger geworden, manchmal blieb meine letzte Mail unbeantwortet, ungelesen. Dann lösche ich, drücke die DEL Taste, aus den Augen, aus dem Sinn.
Ich lerne auch dazu. Die Mailfreundin sollte nicht allzu weit entfernt wohnen. Sonst kommt es ja nie zur Stude der Wahrheit, dem persönlichen Kennenlernen. Erst dann beginnt erst wirklich ein Beziehung oder auch nicht, mit allen Sinnen, sinnlich, sinnlos. Doch das ist dann eine andere Geschichte.
Ich bin jetzt 70. Ich hebe nichts mehr weitere 45 Jahre in Kartons auf. Mein Karton ist mein Hirn und Herz, die haben keine DEL Taste sondern nur einen Aus-Schalter.
Aber trotzdem, ich habe mir fest vorgenommen, wenn ich mich noch einmal so richtig verlieben sollte, so über beide Ohren, dann schreibe ich der Liebsten Briefe, mit meinem Füller, mit meiner Hand und verziere sie mit kleinen Zeichnungen, so wie damals.

Mehr Mut zum Denken

Ein Kardinal erzählte in einem Interview, daß er als Kind am liebsten auf einer Decke liegend in den Himmel sah und nachdachte, stundenlang.
Zum Denken gehört Mut. Ich denke gerne Ideen und Gedanken zu Ende, bis zu einer Lösung. Ab und zu , besonders vor dem Einschlafen, verbiete ich mir das Weiterdenken, um nicht zu verzweifeln, weil ich noch kein Ende oder keine Lösung gefunden habe.Vielleicht muss man ja ab und zu gedankenlos leben, in den Tag hinein leben, sorglos.
Wenn ich wieder einmal meine Gedanken fliegen lasse, haken sie sich ab und zu an einem der Themen fest, die uns alle im Moment bewegen. Dann hoffe ich, dass die Menschen, die eine Entscheidung treffen, sich die Zeit genommen haben, bis zum Ende zu denken. Oft habe ich den Eindruck, dass sie das nicht können oder wollen und davor habe ich Angst


Es war nicht der Weihnachtsmann..


Es klingelt , ich öffne, zwei Damen stehen vor der Tür. Nein, es ist nicht der Weihnachtsmann, auch nicht der Staubsaugervertreter, es ist Angela Merkel mit einem 5€ Schein in der Hand und Frau von der Leyen will mir für meinen Sohn einen Gutschein überreichen. Ich wache auf, gottseidank, es war nur ein Alptraum.
Nun haben es ja Angela und Ursula zusammen mit Phillip Rösler fertiggebracht, dass ich nun auch noch Physiker und Mediziner neben Juristen für politikunfähig halte, obwohl ich nicht glaube, daß sie sich deren Wahlspruch "Zu allem bereit, zu nichts zu gebrauchen" zu eigen gemacht haben, aber wirklich sicher bin ich mir da nicht. Denn 5: 30 ergibt nach Adam Riese 17Cent pro Tag, ach, was kann man sich dafür nicht alles kaufen. Ja, Angela, Ursula und Phillip,die machen uns glücklich, nicht Kevin, Pascal und Chantal aus dem Trash-Fernsehen. Panem et Circensis, Latein, ach ja die Kirchen, die haben ja schon immer das Glück der Armen ins Jenseits befördert, da hat die evangelische Pfarrerstochter ja etwas vom deutschen Papst gelernt:Wunder gibt es immer wieder.
Apropos Wunder: Vor einiger Zeit hat mir Frau Ursula von der Leyen auf meine ihrem Hause vor Monaten zugesandte Mail ausführlich antworten lassen. Sicher nicht nur auf meine Anregung hin hat sie die Chipkartenidee in den Papierkorb fallen lassen und will die Kommunen mit der Verteilung der unzureichenden Mittel beauftragen, gegen eine Verwaltungsgebühr von 15%. Dafür würde ich auch verwalten. Rette sich, wer kann, am liebsten mit deutschen Steuergeldern, erst kassieren,dann sozialisieren, man könnte meinen, daß die Banken und Südeuropa die alte DDR aus den Ruinen haben wiederauferstehen lassen. Angela müsste sie noch singen können, die Hymne des Sozialismus.
Für die Armen bleibt da nur wenig übrig, man füllt etwas in die linke Tasche der löchrigen Mäntel und holt aus der rechten Tasche umso mehr wieder heraus.
Also, ab in die Kirche, die für das Jenseits zuständig ist oder ab ins Internet ins Diesseits, da könnten wir uns ja mal alle verabreden, 10 Millionen Freunde! Aber sicher haben unsere Schlapphüte von den ägyptischen Schlapphüten gelernt, wie man Net und Mobilfunk lahmlegt. Ach liebe Angie, dann kannst auch du keine SMS mehr verschicken, welch ein bescheidener Triumph.
Euer aller Dieter

Die guten Vorsätze

Schon wieder ist ein Jahr vergangen, fast. Ich schaue zurück und resümiere. Ich hatte mir so viel vorgenommen, doch oft kam etwas dazwischen, hielt mich davon ab und schwuppdiewupp ist wieder Sylvester und ich nehme einige meiner Pläne mit in das neue Jahr, unerledigt. Habe ich das früher besser hinbekommen, habe ich mir weniger vorgenommen oder lasse ich mir zuviel Zeit? Soviel Zeit habe ich doch vielleicht garnicht mehr. Aber die Erde dreht sich ja auch weiter ohne daß ich dieses und jenes noch fertigbringe, auch wenn ich dieses Bild nicht male, jene Skulptur nicht anfertige, eine Geschichte nicht schreibe. Ja, der Weg zum Übel ist bekanntlich mit guten Vorsätzen gepflastert. Junge, mehr Disziplin!


Die grosse Liebe

Vielleicht erlebt man sie ja nur einmal, die grosse Liebe. Überfallartig, man schaut sich in die Augen und verliebt sich augenblicklich.
Es ist ja so einfach, glücklich zu sein, ein liebevoller Blick, eine leise Berührung, eine gemeinsam verbrachte Nacht voller Lust, Zärtlichkeit und Hingabe. Wir wachen auf und freuen uns auf einen zweisamen Tag. Alles erscheint so strahlend und vollkommen, es könnte nicht besser sein und es ist kein Traum.
Doch oft schon nach kurzer Zeit holt uns die Wirklichkeit ein, eine bestehende Partnerschaft, geliebte Kinder, die weite Enfernung zwischen den Wohnorten, Ansichten und Lebensgewohnheiten, die nicht so recht zueinander passen und und..
So erlischt das Feuer langsam, ein wenig Glut noch unter der Asche, vielleicht eine Freundschaft. Was bleibt, ist die Sehnsucht, ach bitte noch einmal: Schau mir in die Augen Kleines!

Mein Herbst

Ich kann mich einfach nicht entscheiden, liebe ich den Herbst, ja oder nein, ein wenig, von Herzen, mit Schmerzen? Ich zupfe an den Blütenblättern der Herbstaster. Warum, ist es die Angst vor dem Winter, der dem Herbst folgt? Ja. vielleicht!
Ich bin im Herbst meines Lebens angekommen, zweifellos. Die passende Metapher dazu ist der Baum im Wechsel der Jahreszeiten. Im Frühling erwacht er zum Leben, seine Blätter spriessen, wenn es Sommer wird, dann blüht er, im Herbst färben sich seine Blätter und wenn der Winter kommt, wirft er sie ab.
Mein "Laub" hat sich schon gefärbt, grau. Wenn ich meine eh schon dünne Pracht bunt haben wollte, müsste ich färben. Aber der Weg vom Erhabenen zum Lächerlichen ist nur kurz. Abgeworfen habe ich es noch nicht, das hilft mir, an einen langen Herbst zu glauben. Ein zweiter Frühling ist auch eine Illusion, wenn man nicht an eine ergebnisoffene Wiedergeburt glaubt. Da hat uns der Baum so einiges voraus, vielleicht.


Wer früher stirbt ist länger tot


Es ist makaber, aber wenn ich die regionale Tageszeitung lese, dann sind meine Lesegewohnheiten ein untrügliches Zeichen dafür, dass ich älter werde. Die Rubrik Tagespolitik und der Leitartikel sind schnell durchgesehen, der Regionalteil, der grossenteils vom regen Vereinsleben der örtlichen Kanichen-Geflügel und Sonstiges-Züchter berichtet und dem Vereinsleben der Genannten eine gewisse , aber doch sehr begrenzte Bedeutung verleiht, ist auch schnell konsumiert. Dann kommt die Selbstbeweihräucherung diverser Politiker auf ihrer Suche nach Anerkennung und Bedeutung, immer mit Bild. Das lese ich fast nie, ich nehme nur zur Kenntnis, dass sie sich immer mit Taten brüsten, die der Bürger bezahlt hat. Etwas mehr Interesse errregt der Wirtschaftsteil und dann kommen die Todesanzeigen, die ich immer überfliege. Die Anzeigen all der Armen, deren Geburtsjahrgang dem meinen nahekommt, werden aufmerksam gelesen, gottseidank keiner meiner Freunde und Bekannten, auch meinen eigenen Namen kann ich nicht finden, ja natürlich nicht. Denn meine eigene Anzeige werde ich nie lesen, wie beruhigend.

Wir und die Zeit


Über die Bedeutung der Zeit für uns, für unser so kurzes Leben kann man ja nur nachdenken, wenn man sie endlich hat, endlich, leider, Gott sei Dank und so weiter. Eine bekannte Wochenzeitung trägt diesen Namen zu Recht, denn wenn man sie gründlich lesen will, dann braucht es ebendiese. Wir wollen sie ja möglichst intensiv nutzen, oft auf der Jagd nach dem vermeintlichen Glück: "Ach. möge sie doch nie vergehen, die schöne.... " vergeblich. Das "dolce far niente" der Südländer ist uns auch eher fremd, kaum haben wir mit dem süssen Nichtstun begonnen, plagt uns auch schon das schlechte Gewissen. " Auf der Suche nach der verlorenen Zeit" ist der Titel eines monumentalen literarischen Werkes von Marcel Proust. Über viele Seiten in seinen Büchern erinnert er sich an die schon verloren geglaubte Zeit, die er in seiner Erinnerung wiedergefunden hat.
An einem Tag im Herbst stand ich am offenen Grab eines Jugendfreundes, ein letzter Gruss, eine Blume und eine Schaufel Erde auf den Sarg. Die Leichenpredigt, die der Pfarrer für den stets Sekptischen, Ironischen und Ungläubigen hielt, handelte von der Zeit: "Alles hat seine Zeit, und und und" viele Beispiele, wie wahr. Einige von denen, die ihm die "letzte Ehre" erwiesen, hatten sich als Jugendliche in der kleinen Stadt in einer grossen Clique zusammenfunden. Nur wenige konnten bleiben, die meisten zogen weg und lebten irgendwo in einem der grossen Ballungszentren unseres Landes.
Erst im Alter zog es ihn in die Heimat seiner Jugend zurück, um kurz darauf zu sterben. Seine Zeit war um.
Vielleicht kehren wir ja mit dem Tode in das Zeitlose, Unendliche, Ewige zurück, ja vielleicht.


Murphys Gesetz


What ever can go wrong will go wrong
Alles was schief gehen kann geht irgendwann schief

Wie oft haben wir das schon erlebt! Aber auch die Gefahr, die von dem Damoklesschwert ausgeht, das ab und zu über unseren Köpfen schwebt, liegt nicht in der Schärfe des Schwertes sondern in der Dicke des Fadens, an dem es aufgehängt ist. So ist es in der Politik und auch in meinem täglichen Leben.

Einer der Bäume, die auf einem ehemaligen Bahndamm stehen, ist abgestorben. Wie anklagend ragen die dürren blätterlosen Äste in den Himmel. Die Rinde ist an vielen Stellen abgefallen, tiefe Risse spalten das trockene Holz. Irgendwann wird er fallen, wo trifft er auf, wen trifft er, wer oder was liegt dann unter ihm? Ein Beispiel unter vielen.

Gesetz ist Gesetz, leider.


Dummheit ist kein Privileg des Prekariats


Trash im Fensehen, die täglichen Seifenopern, besonders ekelerregend, die Reality Soap, in denen Laienschauspieler nach Drehbuch Menschen darstellen, denen es augenscheinlich an Geist, Gefühl für Scham und Würde und Geld fehlt, in beliebiger Reihenfolge. Daß alles gespielt ist, wird dem Zuschauer vorenthalten. Aber vielleicht ist doch manches nicht so, wie es scheint. Die trotz aller gegenteiligen Beteuerungen von den Reichen und der mit ihnen verbandelten Politikerkaste ausgebeutete und ständig schrumpfenden Mittelklasse hat da gemeinsam mit den jetzt schon Armen etwas gefunden, auf das sie herabschauen können, so tief sind wir noch nicht gesunken, so sind wir nicht. Dabei kann es ganz schnell gehen, von oben nach unten zu fallen, ein falscher Schritt genügt am Rande des Abgrunds und älter werden wir Tag für Tag. Dann wieder von unten nach oben zu kommen, ist bei widrigen Umständen fast unmöglich. Ohne das passende Alter und punktgenaue Qualifikation bleibt man auch trotz guter Bildung und Ausbildung da, wo man gelandet ist, oft ganz unten.
Alle Menschen sollen länger arbeiten, wohl bald nach dem Willen der nicht betroffenen Politiker bis 70, aber wo und für welchen Lohn? Dann arbeitet der ältere Kaufmann als Wachmann und der 65jährige Ingenieur an der Tankstelle für wenig Geld, bis beide ausgepowert noch vor Rentenbeginn den Löffel abgeben. So ist wieder genug Geld da, um betrügerische Banken und vor der Pleite stehenden Grosskonzerne und Staaten zu stützen oder reiche Erben zu schonen.
Gerade wenn man sich das Gefühl für Scham und Würde bewahrt hat, schmerzt es besonders, von Politikern, die man vielleicht aus Versehen, sozusagen im Gesamtpaket der Partei enthalten oder mangels Alternativen gewählt hat, verspottet und nicht ernst genommen zu werden, die sich selbst ein Amt anmassen und zutrauen, in dem sie zur Karikatur verkommen und es nicht einmal mehr merken.
Wirklich dekadent ist es, dass sich unsere Elite oder wer sich dafür hält, nur noch über Einkommen und Statussymbole definiert. Moral, Ethos und Bildung sind leider kein Masstab mehr, das ist auf Dauer verhängnisvoll. So spaltet man eine funktionierende Gesellschaft, schürt soziale Konflikte und mischt gesellschaftlichen Sprengstoff an.


Sind Hasen die besseren Menschen?


Natürlich halten wir, Dieter, Jan und John, keine Hasen. Unsere Hasen sind Kaninchen, die wir beharrlich als Hasen bezeichnen.Das Wort Hase steht halt für Wärme, Kuscheltier und Blumenduft, alles so angenehm und wohltuend: Deshalb Hase!
Unsere Hasen sind Brüder, deren Verhältnis man besonders im Frühling als warm bezeichnen kann. Sie haben ein samtweiches Fell, von den langen Ohren bis zum puscheligen Schwänzchen, das sie sorgfältig pflegen indem sie sich gegenseitig ablecken. Deshalb müffeln sie nicht. Sie gehen sehr zärtlich miteinander um, zicken nicht, schreien sich nie an, essen keine anderen Lebewesen, bedrohen nicht die Umwelt und auch sonst niemanden, verbrauchen nicht ungehemmt wertvolle Resourcen, die nachfolgenden Hasengenerationen fehlen, brauchen weder Staat noch Banken und lehnen den Genuss von Alkohol und Drogen strikt ab.Sie leben ihr bescheidenes Leben, bis sie still und leise von uns gehen und bestimmt alle in den Hasenhimmel kommen.
Ab und zu schauen wir unseren Hasen zu, streichel sie und denken nach. Und nach einer Weile fühlen wir uns glücklicher und besser, ein wenig wie Hasen, wie bessere Menschen.


Wunder gibt es immer wieder


Ich wundere mich oft, über mich, meine Mitmenschen, die Regierungen so vieler Länder und alle, die in fast aussichtsloser Lage auf Rettung hoffen, aber zu faul sind, Rettungsweste und Rettungsring anzuziehen. Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt. Aber selbst darauf kann man sich nicht verlassen und den armen Opfern nützt das garnichts. .
Aber wer hat noch nicht auf ein Wunder gewartet, bis man gemerkt hat, dass man nur an Realitätsverlust leidet, leider.


Das Peter Pan Syndrom


For ever young- ein Menschheitstraum-das Märchen vom Jungbrunnen-wäre das vielleicht ein Danaergeschenk? So werden wir halt alle älter, Tag für Tag. Nur wer jung stirbt, bleibt ewig jung, in der zeitlosen Ewigkeit vielleicht, ganz sicher in der Erinnerung der Zurückgebliebenen.
Aber for ever child, wie PeterPan nie erwachsen werden wollen, keine Verantwortung, weder für sich noch für andere, insbesonder so mancher junge Mann scheint das für erstre-benswert, lebenswert zu halten. Neben dem Vater, Punk noch mit 30, erscheinen seine Kinder oft konservativ zu sein, die Rollen sind vertauscht.
Ich glaube ja, Kinder lieben Spiessereltern, die ihnen nicht gleichen wollen, die sie mit kleinen Revolutionen noch aufregen können und die sie behüten, bis sie flügge werden und gehen.

Talmi

Warum nur lieben so viele Menschen Talmi, das gefälschte, falsche, unechte, nachgemachte und vorgedachte? Vielleicht weil Talmi käuflich ist, oft billig, mit Geld zu bezahlen. Und wenn man das weiss, fühlt man sich auch nicht betrogen und ausgenutzt, man bekommt wofür man gezahlt hat, ein Handel mit gefälschten Waren und falschen Gefühlen. Selbst die ach so christliche Kirche handelte mit Talmi, man sündigte,zahlte den Ablass und kam in den Himmel.Doch so einfach ist das nicht, selig wurden die reichen Sünder trotzdem nicht.
Es ist nicht leicht, kreativ zu sein, das Echte zu leben und zu erleben. Das Risiko, getäuscht und enttäuscht zu werden ist gross.
Liebe kann man nicht kaufen. Man bekommt sie geschenkt, muss aber viel dafür tun, sie zu erhalten und zu behalten. Sie ist es wert.


Fremdschämen


Die deutsche Sprache ist ja so subtil. „Ich schäme mich deiner“ hat eine ganz ander Bedeutung als „ich schäme mich für dich“. Ersteres erfordert ein irgendwie geartetes persönliches Verhältnis und passiert mir fast nie, letzteres, das Fremdschämen andauernd. Denn die Übergänge zwischen Dummheit, Hass, Verblendung und Satire sind fliessend. Deshalb sehe ich mir im Fernsehen nur noch ganz selten eine „Talkshow „ an. Denn immer öfter schäme ich mich für eine oder einen Schwätzer, leider!


Bescheidenheit


Es ist schon ein Kreuz mit unseren angeblichen Primärtugenden.Eine davon ist die Bescheidenheit. Das klingt heute so altmodisch, ja antiquiert. Aber ist es das wirklich?Brauchen wir all das, was uns die Werbung Tag für Tag einflüstert und anpreist? Alles hat doch seinen Preis. Denn um das oft so unnötige zu bezahlen, muss ich mehr verdienen, also immer mehr arbeiten. Das bringt Geld und kostet Zeit, die so endlich und kostbar ist und die ich dann für die eigentlich wichtigen Dinge in unserem kurzen Leben nicht mehr habe.Deshalb stelle ich mir vor all den vollen Regalen in den Geschäften immer die Frage: Brauche ich das wirklich? Oder mache ich mich zum Sklaven von Begierden,der Gier und der Völlerei. Manchmal ist weniger mehr und ich gewinne durch Verzicht.


Mene Mene tekel upharsin


Wir sehen die flammenden Zeichen an der Wand, eine Prophezeiung, anscheinend in einer fremden Sprache, die man nicht lesen will und kann. Denen, die es können, glaubt man nicht. Statt dessen macht man es sich einfach, glaubt den Lügnern, Betrügern und Hasar-deuren, die einfache Lösungen versprechen. Viele spinnen sich auch in einen Kokon aus Illusion, Wunschdenken und Angst ein, aus Angst vor Veränderungen. In der Erinnerung war ja früher alles besser. Aber niemand ist eine Insel und die Welt steht nicht still. Die Angst ist ein schlechter Ratgeber und die heile Welt war schon immer ein Wunschtraum,

denn, so schrieb Erich Käster:
liebe Freunde, seien wir ehrlich,
das Leben ist immer lebensgefährlich.

Vorurteile

Beurteile ich meine Mitmenschen wirklich vorurteilsfrei ? Oder habe ich Vorurteile sozusagen mit der Muttermilch eingesogen, von meinen Eltern eingeimpft bekommen, mich dem Geschwätz von Freunden und Bekannten angeschlossen, das Falsche gelesen und bin deshalb nicht objektiv?
Wenn mir etwas fremd erscheint, dann versuche ich, es kennenzulernen. Es ist wirklich nicht einfach, sich eine eigene unabhängige Meinung zu bilden , trotz der Flut von Informantionen.
Aber, wer immer strebend sich benüht..........

Urvertrauen

Liebevolle und verantwortungsbewusste Eltern vermitteln ihren Kindern das Gefühl, dass sie sich immer auf sie verlassen können, dass man sie nie in Stich lässt.

Auch politische Parteien sollten ihren Wählern dieses Vertrauen vermitteln. Wenn sie aber allzu oportunistisch werden, auf die Einflüsterungen der vielen Lobbyisten hören, sich gar korumpieren lassen, dann geht das Vertrauen verloren. Die Parteien verlieren Mitglieder und Wähler, sie schrumpfen. Neue Parteien füllen die entstandene Lücke rechts und links.
Der Versuch, das verlorene Vertrauen wieder zurückzugewinnen, ist dann fast aussichtslos.

Die Brandstifter

Kein Feuer brennt ohne Zündstoff . Der besteht bei rhetorischen Brandstiftern aus Verleumdung, falschen Gerüchten und Hassparolen. Ist der brennbare Dreckhaufen gross genug, können die geistigen Brandstifter ihr Werk beginnen. Sie halten eine zündende Rede, Dummheit dient als Brandbeschleuniger, und schon brennt das Feuer in den Köpfen. Etwas abseits stehen die Jünger des heiligen Sankt Florian und rufen nach der Feuerwehr. Wenn es der jetzt nicht gelingt, durch Reden und Handeln das Feuer in den oft hirnlosen Köpfen zu löschen, brennen bald auch Häuser und Menschen.

Nebbich

Jeden Tag wird in Deutschland eine andere Kuh durchs Dorf getrieben. In der Presse, in Rundfunk und Fernsehen werden Gründe, Folgen und Ursachen ausführlich besprochen. Pseudo - oder tatsächliche Fachleute reden in Talkshows darüber und wir, das Publikum nimmt alles mit Erstaunen, manchmal auch mit Abscheu zur Kenntnis. Den Gang der Kuh können wir alle leider nicht beeinflussen. So manche Kuh bleibt in der Schwebe, weil eine neue Kuh schon unterwegs ist, bis sie uns wieder auf die Füße fällt. Auch Kuh-Warte-schlangen sollen ja schon vorgekommen sein.
Die halbe Wahrheit
Erst kürzlich meinte ein Minister allen Ernstes, man könne uns, dem Volk, die volle Wahrheit nicht zumuten, welch eine Zumutung. Leider war nur ein leiser Aufschrei zu hören,die Empörung hielt sich in Grenzen, von ihm hatte man nicht mehr erwartet. Wenn sich Arroganz mit Dummheit paart, heißt das Kind halt manchmal auch Minister.

Die Baumeister

Was haben „Bob der Baumeister“ aus einer Kinderserie des Fernsehens und Angela Merkel gemeinsam? Vieles, die Figur, eine gewisse Ähnlichkeit und den Spruch: Ja, wir schaffen das. Bob hat seinen Bagger, aber was hat Angela? Uns. Nicht alle, eher wenige in ganz Europa, je östlicher desto weniger. Die vielen Mitläufer totalitärer Regime in diesen Ländern, auch in einem Teil unseres Landes, haben endlich eine Entschuldigung und einen Sündenbock gefunden, Angela, alle Gutmenschen, Fahrradfahrer und Vegetarier, besonders in Deutschland.
Ich habe wirklich nicht geglaubt und noch weniger gehofft, dass ich eines Tages so viel mit Angie gemeinsam haben würde. Doch inzwischen ist sie ja wieder die alte, zu ihrem Verhaltensmuster zurückgekehrt, wir haben wieder garnichts mehr gemeinsam.

Das kurze Leben

Ach das Leben ist kurz, zu kurz wenn man Kindheit und Greisenalter abrechnet, vielleicht nur 60 Jahre, in denen man manches schafft und bewegt, aber auch zerstört und liegen lässt. Wenn man der Statistik glaubt, dann leben die Reichen 10 Jahre länger als die Armen: „Also, lieber reich und gesund als arm und krank“. Aber leider werden die Armen nur selten reich und die Reichen selten arm, wahr und ungerecht. Die Politik tut das ihre dazu, warum nur fragen wir uns, naiv wie wir sind. Geld ist Macht und viel Geld in wenigen Händen ? Honi soit qui mal y pense- ein Schelm, der Schlechtes dabei denkt.

Sankt Nimmerlein

Einer der beliebtesten Heiligen obwohl von der katholischen Kirche nicht anerkannt,
ist der Sankt Nimmerlein, der Schutzheilige aller Faulpelze, Ignoranten und Vergesslichen.
Heute kann ich nichts besorgen, deshalb verschiebe ich es auf morgen, übermorgen oder wer weiss wann. Der Weg zum Übel ist ja bekanntermassen mit guten Vorsätzen gepflastert.

Satire darf

Satire darf alles, spiegeln, verzerren, übertreiben, auch beleidigen. Nicht jede Satire ist gelungen, jeder Satiriker auch ein begabter Dichter. Aber ein misratenes Gedicht zu einer Staatsaffaire zu machen, das ist Realsatire, die mir in meinen verworrensten und kühnsten Träumen nicht eingefallen wäre. Und wer sich da alles zum Richter berufen fühlt, mir wird fast schlecht, ich könnte kotzen. Oder suchen einige einen Sündenbock für persönliches Versagen, für die eigene Unzulänglichkeit?

Höflichkeit

Höflichkeit ist eine Zier, doch weiter kommt man ohne ihr,
Zu den berliner und preussischen Tugenden gehört die Höflichkeit wohl eher nicht,
das merkt man bis heute in Berlin. Wirkliche Höflichkeit erfordert gleichzeitig Empatie, sonst wirkt sie starr und leblos. Herzliche Höflichkeit ist ein Türöffner. Sie öffnet Haustüren und Herzen und gehört wie Denkfähigkeit, Wissen und gute Umgangsformen zu den imateriellen Gütern, die man nicht verlieren kann. Wir alle sollten daran arbeiten, damit sie nicht verloren geht und durch Roheit und Flegelei ersetzt wird. Unsere Welt wäre ärmer und freudloser.

Ich Atlas

Die Welt iat schlecht!
Jeden Morgen, noch vor dem Frühstück, lese ich auf einem Internet-Portal die neuesten Nachrichten aus aller Welt in 3 Sprachen. Dann abends im Fernsehen löst ein Kriminalfall den anderen ab. Und dann noch, diese Regierung: ein Jurist als Finanzminister und eine Physikerin als Kanzlerin, Fehlbesetzungen sind endlos fortzusetzen. Europa löst auch keine Probleme und sich selbst langsam auf, die Ostländer, der Brexit, die Schuldenberge, weltweit regierende Idioten.
Die Welt lastet schwer auf meinen schmalen Schultern, das tut weh. Endlich weiss ich, wie sich der Riese Atlas fühlte,der die Welt auf seinen Schultern trug.
Ach. ich Armer!

Scharlatane und
die alternativen Fakten

April
Am ersten April darf man lügen
und sich die Wahrheit passend biegen,
so oft schon wurden wir belogen,
bis sich alle Balken bogen.
Für den der uns belügen will
ist halt das ganze Jahr April

Lügen und aus der Luft gegriffene Behauptungen werden durch ständige Wiederholung zu einer gefühlten Wahrheit. Mit diesem Erfolgsrezept wurde ein Immobilenhai zum Präsidenten gewählt. Was haben nur “ des Kaisers neue Kleider“ und „Bananenrepublik“ miteinander zu tun!
Glaube und Gefühle sind nun einmal irrational und laden zum Missbrauch ein. Wer dann kritisches Denken vermeidet, der wird wieder einmal auf die Rattenfänger hereinfallen.

Mein Gott

Wir Menschen kommen bekanntlich schnell an unsere Grenzen. Unsere Lebenszeit ist begrenzt, wie auch die Zahl der Genies, die die Kapazität ihres Gehirns wirklich ausnutzen können. So bleibt vieles unerklärlich für uns. Ignoranz und Dummheit ist bei den Mächtigen und Ohnmächtigen deshalb leider weit verbreitet, die Angst tut ein übriges.

Wenn man das vermeintlich unerklärliche angeblich nicht erklären kann und man sich vor der Verantwortung für Mensch und Natur drücken will, dann ist halt Gott an allem schuld, diese lenkende und alles beeinflussende anonyme Macht, die alles bestimmt und macht, was wir manchmal besser lassen sollten, wenn sie nur will. So einfach ist das.

Das kann doch alles nicht wahr sein. Mein Gott!



Juristen sind
zu allem bereit-zu nichts zu gebrauchen,
sie trauen sich alles zu-wir trauen ihnen alles zu,
deshalb trauen wir ihnen nicht.

Geld schlägt Geist

wenn sich Arroganz und Dummheit paaren, dann heist das
Kind oft........

21.1.16 08:00, kommentieren

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